
F1: Starker Auftakt trotz Niederlage
Drei Monate Vorbereitung, ein neues Team und endlich der erste gemeinsame Auftritt auf der Platte: Für die Frauen der HB Ludwigsburg ging es am Samstagabend erstmals in der neuen Konstellation um Punkte. Gegen den TSV Bönnigheim 2 zeigte die Mannschaft von Trainerduo Andi Eberspächer und Moritz Hagel über weite Strecken einen starken Auftritt und musste sich am Ende mit 22:26 (11:10) geschlagen geben.
Dabei war diese Mannschaft nicht einfach nur um einige Spielerinnen aus der Bezirksliga ergänzt worden. Vielmehr ist in den vergangenen Monaten ein komplett neues Team entstanden: Spielerinnen aus der bisherigen Bezirksliga-Mannschaft und der bisherigen Landesliga-Mannschaft wurden neu zusammengeführt und haben sich in den vergangenen drei Monaten zu einer gemeinsamen Mannschaft entwickelt.
Dass dieser Prozess bereits Früchte trägt, war im ersten Saisonspiel deutlich zu sehen. Von Beginn an spielte die HBL mit viel Tempo und suchte immer wieder den schnellen Weg nach vorne. Auch im Positionsangriff wurden zahlreiche Chancen gut herausgespielt. Einzig die Belohnung dafür blieb zu häufig aus: Zu viele freie und gut vorbereitete Möglichkeiten landeten nicht im Tor.
Trotzdem blieb die Partie eng. Nach einem 3:5-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft zurück ins Spiel und ging nach einer starken Phase sogar mit 9:8 in Führung. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, an dessen Ende die Gastgeberinnen mit einer knappen 11:10-Führung in die Kabine gingen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Beim 15:14 lag die HBL weiterhin vorne, ehe sich Mitte der zweiten Halbzeit eine kurze Schwächephase einschlich. Für rund zehn bis 15 Minuten verlor die Mannschaft den Faden, während gleichzeitig mehrere Zeitstrafen den Spielfluss zusätzlich erschwerten. Bönnigheim nutzte diese Phase konsequent und setzte sich zwischenzeitlich auf 17:21 ab.
Die Frauen der HBL gaben sich jedoch nicht geschlagen. Auch in der Schlussphase kämpfte die Mannschaft weiter und verkürzte noch einmal auf 20:24 und 21:25. Am Ende reichte die Aufholjagd allerdings nicht mehr ganz: Mit 22:26 ging der erste Saisonauftritt verloren.
Was bleibt, ist dennoch ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt. Das neue Team hat gezeigt, dass Tempo, Spielfreude und Kampfgeist bereits vorhanden sind. Jetzt gilt es, die Abstimmung weiter zu verbessern, die herausgespielten Chancen konsequenter zu nutzen und auch in schwierigen Phasen gemeinsam den Faden zu behalten.
Der erste Schritt ist gemacht. Die Saison hat gerade erst begonnen.
Kohl (3), Kluge (5), Müller (2), Iglesias (2), Weiß (2), Wenzel (2), Hagel-Gnann (0/2), Langner (2), Dietrich (1), Lang (1), Kußmaul, Lang, Ney, Supan, Graf
Selina Hagel-Gnann